Es geht heiß her in Bundesregierung: soll die Laufzeit der deutschen Atomkraftwerke verlängert werden oder nicht? Falls ja, wie viele Jahre sollen die Kraftwerke länger ans Netz gehen dürfen? Die unter- schiedlichsten Zahlen sind im Umlauf: von 8 über 14 bis 28 Jahren scheint alles möglich. So viel Aktivität in der Sommerpause gab es schon lang nicht mehr.
Die Befürworter stellen die Atomenergie als unverzichtbare Brückentechnologie für die Energiewende dar, während die Gegner in einer Verlängerung der Atommeiler-Laufzeit ein Hemmnis für eben diese Wende sehen. Wer hat Recht?
Ein Blick auf den Strommarkt zeigt, dass das Ergänzungspotenzial beider Technologien eher schlecht ist. Da Atomkraftwerke nicht schnell vom Netz gehen können, werden schon heute ganze Windkraftparks stillgelegt, wenn der produzierten Strommenge durch erneuerbare Energien kein angemessener Bedarf gegenüber steht. Die fehlende Flexibilität der großen Kraftwerke bremst die Potenziale der Ökoenergien also aus!
Eine gute Brückentechnologie sollte jedoch keine Behinderung darstellen, sondern vielmehr fehlende Leistungsfähigkeit ersetzen und außerdem Anreize zur schnellen Weiterentwicklung liefern. Beide Sachverhalte erfüllt die Kernenergie nicht! Jede Laufzeitverlängerung wird die Einführung erneuerbarer Energien verlangsamen und kann deshalb nur abgelehnt werden.
Mittwoch, 11. August 2010
Von Laufzeiten und Brückentechnologien
Stichwörter
Anti- Atomkraft,
erneuerbare Energien,
Gesellschaft,
Politik
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