Im Durchschnitt sind es 12 Jahre. Die Bundesregierung hat am Wochenende mit den vier Energieriesen einen Kompromiss zur Zukunft der Energieversorgung in Deutschland ausgehandelt. Alte Atomkraftwerke bleiben 8 Jahre länger am Netz und neuere Anlagen 14 Jahre. Die Konzerne sind zufrieden und die Regierung feiert sich.
Die Zufriedenheit der Energiewirtschaft ist verständlich. Die Aktienkurse legten am Montag fünf Prozentpunkte zu und in den nächsten 25 Jahren können sich die Unternehmen auf Mehr- einnahmen im dreistelligen Millardenbereich freuen. Wieso aber ist die Regierung zufrieden?
Statt die Hälfte der Einnahmen abzuschöpfen, erhält der Staat lediglich ein Viertel der zusätzlichen Gewinne. Ein Endlager für den Atommüll gibt es nicht. Der Ausbau der erneuerbaren Energie wird verlangsamt. Der Wettbewerb auf dem Strommarkt wird nicht intensiver werden. Worüber soll man sich hier freuen?
Der Tod einer aussterbenden Technologie wird auf Kosten der Gesellschaft um ein paar Jahrzehnte hinausgezögert. Die Gewinne stecken sich nur eine Handvoll Menschen in die Taschen. Wo sich in diesem Energiekonzept die Revolution versteckt, wird wohl auf ewig ein Geheimnis der Regierung bleiben. Ein Aufbruch in die Zukunft sieht anders aus...
Donnerstag, 9. September 2010
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