Es war klar, dass das passiert. Nach der Fehlentscheidung der Bundesregierung zur Zukunft der Atomenergie in Deutschland sind die ersten Richtungsentscheidungen gefällt worden. Die Erkundung des Salzstockes in Gorleben ist wiederaufgenommen worden und der Energiekonzern Vattenfall hat gestern seine Strategie für die Zukunft vorgestellt.
Auf den ersten Blick lesen sich die Ziele des Konzerns für die nächsten Jahrzehnte sehr gut: weniger Kohle, mehr erneuerbare Energien und der Standort Berlin gewinnt an Bedeutung. Bei genauerer Betrachtung kommt jedoch Ernüchterung auf. Statt Wind-, Bio- und Solarenergie ist Atomkraft das Rückrat der neuen Strategie. Neue Kraftwerke in Schweden und schnellstmögliche Instandsetzung der deutschen Meiler steht ganz oben auf der Agenda. Ökologie wird einzig in der Reduktion des CO2-Austoßes gesehen. Diese Sichtweise greift aber viel zu kurz.
Wir ersetzen einen endlichen Energierohstoff durch einen anderen, wir tauschen ein giftiges Nebenprodukt gegen ein anderes ein. Wo ist hier ein tragbares Energiekonzept für die Zukunft versteckt? Trotz aller Versprechen und Beteuerungen zählt der persönliche Profit nach wie vor mehr als das Gemeinwohl und die Zukunftsfähigkeit der Technologien.
Diese Einstellung muss sich ändern! Wir müssen aktiv werden und den Managern, Politikern und Lobbyisten aufzeigen, dass wir auch an morgen denken. Jetzt oder nie, sonst beginnt wirklich der Anfang vom Ende...
Mittwoch, 22. September 2010
Der Anfang vom Ende
Stichwörter
Anti- Atomkraft,
erneuerbare Energien,
Gesellschaft,
Politik,
Protest
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)


0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen